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Wakker_Bregaglia_DE

Versteckt hinter dem Malojapass finden Sie das Bergell, ein vergessener Schatz am Rande der Schweiz. Hoch über dem Tal liegt Soglio, das sonnenreichste Dorf des Bergells. Die Uhrzeiger in Soglio stehen schon länger still. Doch das macht nichts. Die Zeit und das Leben fliessen anders in Soglio. Durch die verwinkelten Gässchen, zwischen engstehenden alten Häusern und Ställen zu wandern, ist eine Reise in die Langsamkeit. Das Hotel Stüa Granda befindet sich beim Dorfeingang, neben dem Kirchturm, der wie ein Leuchtturm über die Steindächer ragt.

Von der sonnigen Hangterrasse des Hotels lässt man den Blick über die andere Talseite schweifen. Dorthin, wo die hellgrauen Granitzacken der Sciora-Gruppe und der majestätische Badile in den Himmel ragen. Berge, an denen der Italiener Riccardo Cassin in den 1930er-Jahren Klettergeschichte schrieb, als er erstmals eine Seilschaft durch die senkrechte Nordwand des Badile führte. Bis heute kommen Kletterer aus aller Welt, um auf die Kathedrale aus Granit zu steigen. Und manch einer sagt, sie biete den schönsten Fels der Alpen.

Es braucht Zeit, um die Seele des Bergells zu finden. Zeit, in der man etwa von Soglio hoch zum Maiensäss Tombal wandert. Sich dort ins Gras setzt und sich der Wildheit dieses Tals hingibt, einen Nachmittag lang unter einem Kastanienbaum liegt, plätschernden Bächer lauscht und dabei in einem Buch liest.

Das enge, steile Bergtal und die weite Welt. Diesem Gegensatz begegnen wir im Bergell auf Schritt und Tritt. Der Palazzo Salis in Bondo mit seinem kleinen Schlossgarten, die Ciäsa Granda in Stampa mit den Kunstausstellungen, der Palazzo Castelmur bei Stampa im maurischen Stil – sie alle erzählen Geschichten aus einer Zeit, als manch ein Bergeller in die Welt hinauszog und berühmt wurde.

So auch der bekannteste Sohn des Tales: Alberto Giacometti, Bergeller und Weltbürger. Sein Grab liegt unscheinbar auf dem Friedhof bei der Kirche San Giorgio. Nicht mehr als ein Stein – schlicht wie seine Kunstwerke.